JESUS IST NICHT TOTZUKRIEGEN

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„Es ist vollbracht!": Das sind die letzten Worte des gefolterten und gekreuzigten Jesus aus Nazareth. So berichtet es das Johannesevangelium auf Griechisch. Man könnte diese Worte auch übersetzen mit: „Es ist aus!" So mögen es damals auf der Hinrichtungsstätte Golgatha die Feinde von Jesus verstanden haben, denen der Wanderprediger aus Galiläa ein Dorn im Auge war. Sie haben ihn aufs Kreuz gelegt, und sterbend stöhnt er: „Es ist aus!"
  Doch Jesus ist nicht totzukriegen - keine drei Tage. Im Licht seiner Auferstehung erschließt sich dem Glaubenden eine revolutionäre Tat: Jesus hat es geschafft!
  Mit seinem Tod hat er den Tod aufs Kreuz gelegt. Auf Golgatha hat der Sohn Gottes den Willen seines Vaters erfüllt: Von „Gott, der die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben" (Johannes 3,16).
  Auf Golgatha legte der sein Werk aus der Hand, der zuvor zu Gott gebetet hatte: „Ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, dass ich es tue" (Johannes 17,4).
  Auf Golgatha hat sich nicht bloß ein Justizirrtum ereignet. Hier hat sich auch nicht bloß wieder einmal der Wille der Mächtigen durchgesetzt. Sondern hier fand meine Erlösung statt: Nicht Einsamkeit, Krankheit, Schuld oder Tod haben das letzte Wort über mein Leben, sondern der, der gesagt hat: „Es ist vollbracht!"

Reinhard Ellsel