Bild zu 'Auf ein Wort'

Moin! Oder: Nichts ist wichtiger als Frieden  
Die  Jesusbewegung  war  eine  erste Friedensbewegung.  Die  Konflikte  mit der  römischen  Macht  nahmen  damals zu. Terroranschläge  und  die gewaltsame  Unterdrückung  jeglichen Widerstandes waren allgegenwärtig.  
   Die  Römer  nahmen  für  sich  in Anspruch,  mit  ihrem  Militär  den Frieden zu bringen. Dafür wurde auch Jesus selbst ans Kreuz geschlagen.  
   Schließlich  mündete  alles  in  einem jahrzehntelangen  Bürgerkrieg.  Dabei wurden  Jerusalem  und  der  Tempel zerstört  und  die  Juden in  alle  Welt zerstreut.
   In  diesem Konflikt von  Kulturen  und Religionen,  setzten  sich  Jesus  und seine  Nachfolger  für  den  Frieden  ein. Sie  verleugneten  ihre  eigene  Religion dabei  nicht.  Im  Gegenteil:  Aus  dem Vertrauen  in  die  Liebe Gottes  zogen sie die Kraft zum Frieden. 
   Wohin  auch  immer  sie  kamen:  Das erste  war  immer  der  Wunsch  nach Frieden.  
   Das  ist  grundlegend  wichtig  für unser  Zusammenleben.  Wir  müssen uns  darauf  verlassen  können:  Mein Gegenüber  führt  nichts  Böses  gegen mich  im  Schilde.  Unser  Miteinander lebt von diesem Vertrauensvorschuss: Der andere meint es gut mit mir.
   Wir sagen „Moin“ und wünschen uns damit  gegenseitig  einen  gelungenen, gesegneten Tag. Damit zeigen wir: Ich bin Dir wohl gesonnen.    
   Darum  ist  nichts  wichtiger  als  der Frieden.  Kein Problem  ist  so  groß, dass es rechtfertigt diesen Frieden zu stören.
   Die  Jesusbewegung  hat  es  uns vorgemacht: Das gilt nicht nur für die Menschen,  mit  denen  ich  täglich umgehe. Das gilt auch für Menschen, die  mir  aufgrund  ihrer  Religion  und Kultur fremd sind.

 Dr. Holger Balder